Die Geschichte des Blasorchester Seevetal
Im Jahre 1922 wurde im Turnverein Meckelfeld ein Spielmannszug mit 21 Trommlern und Pfeifern gegründet.
Dieser Spielmannszug löste sich im II. Weltkrieg auf und wurde 1953 mit vielen jungen Musikern neu aufgestellt.
1957 wurde zusätzlich eine Fanfarengruppe gegründet. In dieser Formation wurden Auftritte wie z.B. die Eröffnung
des Kaufhaus Horten in der Hamburger Einkaufsmeile "Mö" oder in der Musikhalle in Hamburg bestritten.
Durch den damaligen Vorsitzenden Willi Dengler und dem noch heute aktiven Musiker Gerhard Hermenau wurde die Entwicklung zum
Blasorchester vorangetrieben. Es wurden Trompeten, Posaunen, Tenorhörner und eine Tuba angeschafft und die erste Overture
von Baumann gespielt. "Mignonette".
Neue Dirigenten brachten immer wieder neue Einflüsse mit und formten dies Orchester. So wurde auch ein Holzregister
aufgestellt und das Programm des Orchesters konnte erweitert werden. Einer von Ihnen, der uns noch heute mit sehr schönen
und vor allem guten Erinnerungen im Gedanken geblieben ist, ist Günter Roeschen.
Zwischenzeitig hatten sich die Blasorchester Meckelfeld und Stelle zum Turner-Musikzug Meckelfeld / Stelle zusammen geschlossem.
Diese Verbindung spielte unter Dirigenten der Hamburger Staatsoper und dem Polizei Orchester Hamburg, was die Klasse dieses
Orchesters bewies. Zusammen wurden viele Reisen quer durch Europa und sogar in die USA unternommen.
Leider gab es differenzen zwischen der althergebrachten Tradition und der modernen Neuordnung in der Musik und das Orchester
trennte sich wieder.
In Meckelfeld wurden dann etwa 40 junge Musiker mit Instrumenten und Unterricht versorgt. Nun gab es aber
zwei Orchester in Meckelfeld. Das Blasorchester Meckelfeld und das Jugendorchester. 1985 schlossen sich die zwei Meckelfelder
Orchester nach langen Diskussionen zu einem zusammen. Das "Jugend- und Blasorchester Seevetal" war entstanden. Dieses Orchester
wurde in seiner Anfangszeit tatkräftig vom Heeresmusikkorps 3 aus Lüneburg unterstützt. Noch heute gibt es immer
wieder einige Musiker, die den Sprung in solch ein Profiorchester schaffen.
Ab 1997 hatte Hans Sendes die musikalische Leitung des Orchesters übernommen. Mit ihm zusammen hat sich das Orchester 1999 auf der Generalversammlung
entschlossen, den Namen wieder in "Blasorchester Seevetal" zu ändern. Hans Sendes hat das Orchester, mit neuem Schwung in ein modernes
Blasorchester umgewandelt. Heute gehört nicht nur die traditionelle Blasmusik zum Programm des Blasorchesters, sondern auch die moderne
und sinfonische Blasmusik.
Nach dem Neujahrskonzert 2004 hat Hans Sendes die musikalische Leitung aus beruflichen Grüden an Norbert Rachuth übergeben.
Norbert Rachuth begann seine professionelle musikalische Laufbahn unter anderem im Heeresmusikkorps 1 Hannover und im Heeresmusikkorps 6
in Hamburg. Er ist er Posaunist im Polizeiorchester Hamburg und dort auch als stellvertretender Dirigent tätig. Mit ihm zusammen hat
das Blasorchester Seevetal seine Wege in der modernen und traditionellen Blasmusik bis 2006 weiter geführt.
Im Früjahr 2006 übernahm Bernhard Henze den Taktstock und somit die musikalische Leitung. Der gebürtige Berliner, der in Großhansdorf aufwuchs,
absolvierte nach dem Schulabschluss eine zweijährige Bundeswehrdienstzeit als Trompeter im Heeresmusikkorps 6 in Hamburg. Anschließend studierte er Musik am Konservatorium in
Hamburg und der Musikhochschule Wuppertal.
Fast zehn Jahre lang unterrichtete Bernhard Henze Trompete und andere Blechblasinstrumente an der Bergischen Musikschule Wuppertal. Praktische Erfahrungen als Trompeter
sammelte der 38 Jährige bei diversen Konzerten als Orchester- und Solotrompeter unter anderem bei den Bergischen Symphonikern und den New Philharmoniks Köln.
Auch als Dirigent leitete Bernhard Henze schon einige Orchester, wie die Stadtkapelle Solingen, die Trachtenkapelle Roßbach und das Werksorchester der DSK Rheinpreußen EV in Duisburg Moers Kamp Linfort.
Das Orchester heute